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Lapp für mehr Transparenz und Offenlegung von Einkommen von Männern und Frauen
Datum: Feb 24, 2010 | Kategorie: Rechnungshof
Utl.: “Nur Offenlegung bringt Sichtbarmachung von Leistung und Abgeltung”
SPÖ-Rechnungshofsprecherin Christine Lapp befasste sich in ihrer Rede mit dem Einkommensbericht über durchschnittliche Einkommen in der öffentlichen Wirtschaft des Bundes. So zeige sich, dass die Unterschiede der Gehälter zwischen Beschäftigten und Vorständen im Bereich öffentlicher Wirtschaft und der börsennotierten Unternehmen “sehr groß” ist. In der öffentlichen Wirtschaft verdienten Vorstände das zwei- bis sechsfache der Beschäftigten, während es bei börsennotierten Unternehmen eine Bandbreite vom fünf- bis 48-fachen sei. Lapp plädierte daher – im Anschluss an den Rechnungshof – für die Offenlegung von Managergehältern und mehr Transparenz in allen Bereichen – sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich. Denn dies sei “besonders notwendig, um den Bereich der Verteilung in unserer Gesellschaft besser darzustellen”, so Lapp am Mittwoch im Parlament. ****
Als eine wichtige Neuerung des Rechnungshofberichts wertete Lapp die Darstellung des Frauenanteils. Nach wie vor gebe es eine “sehr große Schere” zwischen Männer- und Frauengehältern. Während es an den Universitäten bereits einen Frauenanteil von 40 Prozent gibt, mache dieser in der öffentlichen Wirtschaft 16 Prozent aus, während er bei börsennotierten Unternehmungen nur 9 Prozent betrage. Daher sei die Forderung von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sehr wichtig, dass eine Offenlegung der Einkommen von Männern und Frauen in den Betrieben Einzug hält. “Denn nur diese Offenlegung bringt eine Sichtbarmachung von Leistung und Abgeltung.” Lapp unterstrich, dass es völlig klar sein muss, dass die Arbeit von Frauen gleich viel wert ist.
Der Einkommensbericht in der öffentlichen Wirtschaft zeige auch, dass es in den Jahren 2007 und 2008 eine Erhöhung bei den Einkommen der Beschäftigten um 13 Prozent gegeben hat, die Einkommen der Vorstände hätten sich um 6 Prozent erhöht. Wenn man sich im Vergleich dazu die Managergehälter von 902 untersuchten Geschäftsberichten ansehe, ist eine Kluft festzustellen: Die Beschäftigten hätten in diesem Bereich minus zehn Prozent verdient, während Vorstände um 100 Prozent mehr verdient haben. (Schluss) mb
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