• Lapp: Mehr finanzielle Ressourcen im Zukunftsbereich Pflege Utl.: Künftige Pflegefinanzierung muss Angebot und Qualität sicherstellen

    Lapp: Mehr finanzielle Ressourcen im Zukunftsbereich Pflege
    Utl.: Künftige Pflegefinanzierung muss Angebot und Qualität sicherstellen

    Wien (OTS/SK) – “Ältere Menschen repräsentieren eine große Bandbreite an Fähigkeiten, Erfahrungen und Wissen, werden aber oftmals auf langwierige und komplizierte Pflegefälle reduziert. Das Wissen der älteren Generationen muss jedoch in einer modernen Gesellschaft beachtet werden. Die meisten Menschen bleiben heute und mit einer steigenden Lebenserwartung in der Zukunft noch mehr, bis ins hohe Alter unabhängig. In allen Ländern bilden bereits die freiwilligen Arbeitsleistungen älterer Menschen einen wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung”, so SPÖ-Rechnungshofsprecherin, Präsidentin der Wiener Sozialdienste und Vorstandsmitglied des Arbeiter-Samariter-Bundes Christine Lapp bei der heutigen Enquete zur Pflegefinanzierung in Österreich im Parlament.****

    “Die Zeit ist längst reif für ein neues Gesellschaftsmodell, das ältere Menschen als aktive Teilnehmer wahrnimmt, die Ansprüche und Rechte haben und auch Respekt verdienen. Hiermit ist auch die Befriedigung der Bedürfnisse jener älteren Menschen gemeint, die krank, gebrechlich und verwundbar geworden sind, die aber ihr Recht auf Pflege, Betreuung und Sicherheit einfordern. Die demographische Entwicklung wird uns zu einem Umdenken und zu Handlungen zwingen, um diese Bedürfnisse abzudecken”, so Lapp weiter.

    Die SPÖ-Nationalratsabgeordnete fordert daher die Schaffung von neuen finanziellen Ressourcen im Zukunftsbereich Pflegeleistungen. Um den Ausbau und die Weiterentwicklung des Sektors zu finanzieren, sollten zusätzliche Mittel in einen neu zu schaffenden Pflegefonds eingespeist werden.

    Dieser Fonds hat die Aufgabe, wie im Regierungsprogramm 2008 festgehalten, die Bundesmittel für die Unterstützung der Länder zum bedarfsorientierten Ausbau der Sachleistungen im Pflege- und Betreuungsbereich zusammenzufassen und zu verwalten. Dabei ist auf die Erzielung einheitlicher Qualitäts- und Mindeststandards und größtmögliche Transparenz der Sachleistungen zu achten. Chancengleichheit für alle und Angebotsvielfalt stehen dabei im Mittelpunkt.

    “In Wien gibt es bereits eine breite Vielfalt welche auch im Rest Österreichs Ziel sein muss”, zeigt sich Lapp überzeugt. Sie führt als Beispiele die Wiener Sozialdienste mit ihrem vielfältigen Angebot an. Pionierarbeit leistet der Arbeiter-Samariter-Bund mit der Schaffung einer neuen Einrichtung nach den Grundsätzen des österreichischen Pflegetheoretikers Erwin Böhm, welcher die psychobiografische Arbeit in der Pflege entwickelt hat.

    “Die heutige Enquete des Seniorenrates hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass für den Bereich der Pflege zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt werden und dass die Schaffung von einheitlichen Qualitätsstandards in Österreich entwickelt werden muss”, so Lapp abschließend. (Schluss) sv/mp

    Rückfragehinweis:
    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst
    Löwelstraße 18, 1014 Wien
    Tel.: 01/53427-275

    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

    OTS0165 2010-08-11/15:40

    Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom

    *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

    OTS224 2010-09-27/15:00

    271500 Sep 10

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